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Wenn die wichtige steirische Nachwuchskünstlerin Marion Rauter ihr erstes Kunstbuch präsentiert, dann ist das auch ein bemerkenswerter Moment für die Steiermark. Mit internationalem Stil richtet sich die Künstlerin an ihre Betrachter. Es ist für den Betrachter/Betrachterin keine einfache Kost, doch ihre Werke spiegeln verborgene Bedürfnisse, die ohne Zensur an die Öffentlichkeit gelangen.

Die ganze Aufmerksamkeit von Marion Rauter gilt dem vielschichtigen Perfektionismus versehen mit subtilen Emotionen, der sich in der visuellen Umsetzung in einer unverwechselbaren Ausdrucksweise, den sogenannten Fotorealismus, in den Kunstwerken wiederfindet.
Marion Rauter ist in den wilden 70er Jahren in Villach geboren, setzte sich seit ihrer Jugend intensiv mit der Malerei auseinander. Seit 1995 lebt sie als freischaffende Malerin in Graz und ist seit 2006 Mitglied der Sezession Graz. Die Künstlerin selbst bezeichnet sich als Autodidakt. 2011 gründete sie mit noch zwei Künstlerinnen einen Wandersalon für zeitgenössische Kunst. Mit einer großen Personale 2009 in der Hofgalerie des Steiermarkhofs machte Rauter sehr eindrucksvoll auf sich aufmerksam. Weiters mit Ausstellungen im Künstlerhaus Graz, Wien, Wels, Ungarn, Philadelphia, sowie einer Teilnahme an der Biennale in Florenz.

Die Motive für ihre Bilder stammen bis 2010 aus verschiedenen medialen Bildquellen, wobei Vereinzelung und Isolierung für den Betrachter transparent gemacht werden.
Seit 2010 dienen ihr beinahe ausschließlich eigene Fotos als Bildquelle.

Mit äußerster Ästhetik geht die Künstlerin auf Gefühle der Menschen ein und lässt einen breiten Raum für die persönliche Interpretation offen. Intuitiv erkennt und spürt man die Spannung dieser Kunstwerke.
Mit ihrem eigenständigen Weg in der Kunst stößt sie an die Grenzen der Akzeptanz. Sie setzt Kontrapunkte und taucht ab in ihr eigenes ICH. Es ist die Leidenschaft und die Tiefe des Lebens, die sie uns vor Augen führt.

Im Einlassen entstehen Gefühle der Explosion, sie spiegeln verbrannte Liebe und reißen den Betrachter in den gedanklichen Abgrund. In diesem Balanceakt führt uns die junge steirische Künstlerin bewusst an die Grenzen des Machbaren.

Ing. Johann Baumgartner (2012)


When the important, young, up-and-coming Styrian artist Marion Rauter presents her first art book, it also becomes a noteworthy moment for Styria itself. The artist addresses her viewers in an international style. Her works are not easy for the viewers to digest, but they reflect hidden needs that reach the public uncensored.

Marion Rauter’s full attention lies on multi-layered perfectionism infused with subtle emotions that, in its visual conversion, is reflected in a distinctive manner of expression in her works of art, the so-called photorealism.
Marion Rauter was born in Villach in the wild 70s and hast been engaged in painting since her youth. She has been living in Graz as a freelance painter since 1995 and became a member of Sezession Graz in 2006. The artist calls herself an autodidact. In 2011, she and two other artists created a „Wandersalon“, a touring exhibition of contemporary art. Rauter drew attention to herself in an impressive way with a great solo exhibition in the Hofgalerie of Steiermarkhof in 2009 as well as with other exhibitions in Künstlerhaus Graz, Vienna, Wels, Hungary, Philadelphia and a participation in the Biennale in Florence.

Until 2010, the motives of her paintings originated in various medial image sources, from which she made disconnection and isolation transparent to the viewer.
From 2010 inwards, she has almost exclusively used her own photos as the source of her paintings.

The artist approaches the feelings of human beings with extreme aesthetics and leaves ample room for personal interpretation. One intuitively recognises and senses the tension inherent in her works of art.
In her own particular artistic way, she reaches the limits of acceptability. She sets counterpoints and dives into her OWN SELF. It is the passion and the depth of life that she makes us see.

When immersing yourself, feelings of exploding that reflect withered love and wrench the viewer into a conceptual abyss. With this balancing act, the young Styrian artist intentionally guides us toward the boundaries of the possible.

Johann Baumgartner, Ing. (2012)